DAAD ERASMUS Qualitätssiegel – E-Quality

Hintergrund 
Das im Jahr 1995 gestartete SOKRATES/ERASMUS-Programm lief am 31. Dezember 2006 aus. Seit dem 1. Januar 2007 ist das ERASMUS-Programm Teil des neuen EU-Bildungsprogramms für Lebenslanges Lernen (2007-2013).

Die transnationalen Mobilitätsmaßnahmen erweitern Jahr für Jahr europaweit nicht nur den persönlichen Horizont der Teilnehmer, sondern ermöglichen ihnen auch wertvolle fachliche Erfahrungen. Das neue ERASMUS-Programm bietet hierfür noch mehr Möglichkeiten. So können Studierende im Rahmen von Auslandspraktika (bisher im LEONARDO-Programm gefördert) nun auch erste Erfahrungen in der Arbeitswelt eines der 31 teilnehmenden Länder sammeln. Zudem werden künftig neben Kurzzeitdozenturen auch kürzere Auslandsaufenthalte von Mitarbeitern der Hochschulverwaltung und von Unternehmenspersonal finanziell unterstützt. 

Während in den ersten Programmphasen von ERASMUS vor allem der quantitative Ausbau des Studierendenaustauschs im Vordergrund stand, hat in jüngster Vergangenheit die Diskussion um eine qualitative Verbesserung der Mobilitätsmaßnahmen zugenommen. In diesem Zusammenhang wurde auch die Verleihung des Europäisches Qualitätssiegels eingeführt. 

Die im Mai 2006 verabschiedete Europäische Qualitätscharta für Mobilität soll als Referenzsystem für alle im Programm für Lebenslanges Lernen gebündelten Maßnahmen dienen. Vor diesem Hintergrund wird das Europäisches Qualitätssiegel künftig eine noch größere Bedeutung erlangen. 

Das Qualitätssiegel hat zum Ziel,

  • den Beitrag des Programms für Lebenslanges Lernen hervorzuheben
  • die Qualität dezentraler Maßnahmen deutlich zu machen
  • Projektträgern, Koordinatoren von Mobilitätsmaßnahmen und Entscheidungsträgern Anreize zu bieten, damit Qualität für sie auch weiterhin ein vorrangiges Thema bleibt
  • den Beitrag der Projektträger und Koordinatoren anzuerkennen und ihre Leistungen einem breiteren Publikum zugänglich zu machen
  • den Zugang zum Programm zu verbessern
  • Entscheidungsträger auf nationaler und regionaler Ebene in die Förderung des Programms für Lebenslanges Lernen einzubinden.

Die Anforderungen und Ziele des Programms für Lebenslanges Lernen bilden den thematischen Rahmen für das Europäisches Qualitätssiegel.


Kriterien bei der Qualitätsbewertung der eingereichten Bewerbungen

Nach einer formalen Beurteilung der Bewerbungen erfolgt die inhaltliche Bewertung qualitativer Aspekte der Mobilität der Hochschulen nach einem Punktesystem. Hierfür werden externe Evaluatorinnen und Evaluatoren herangezogen, die von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Nationalen Agentur für ERASMUS (in Deutschland: DAAD) unterstützt werden. 

In den Bewerbungen werden die Hochschulen gebeten, ihre abgeschlossenen Mobilitätsmaßnahmen anhand der folgenden Qualitätskriterien zu beschreiben:  

  • Innovation
  • Ergebnisse und Vorteile
  • Qualität bei der Umsetzung und Verwaltung der Maßnahmen
  • Nachhaltigkeit

 
Die Beschreibung besteht aus zwei Teilen: 

  1. Teil 1 soll einen allgemeinen Eindruck von den Erasmus-Mobilitätsaktivitäten vermitteln. Durch die Erläuterungen soll der Gutachter ein Bild von der Hochschule, ihren Zielen, ihrem Engagement in den Mobilitätsaktivitäten sowie von den Erfolgen und Problemen in der Kooperation erhalten. Unter diesem Punkt können auch frühere Erfahrungen mit europäischen/internationalen Partnerschaften aufgeführt werden (bis max. 6 Seiten). 
  2. In Teil 2 werden die Hochschulen gebeten, ihre Mobilitätsmaßnahmen anhand der oben genannten vier Qualitätskriterien genau zu beschreiben (bis max. 6 Seiten).

 

Stand: 2010-02-03

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Das Free mover- Stipendienprogramm (FMS) des DAAD schließt eine Lücke des ERASMUS- Programms der EU.
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